31 Oktober 2020

Uns begrüßte der Polarkreis mit dem ersten Schneefall

Von Bergen nach Narvik und 3000 Kilometer mehr auf dem Tacho

In den letzten zwei einhalb Wochen ist sehr viel passiert. Der Kilometerstand konnten wir mit weiteren 3000 Kilometer aufstocken, obwohl die Strecke zwischen Bergen nach Narvik nur 1600 Kilometer beträgt. Ja ich weiss, wir sind sehr viel noch zusätzlich rumgefahren 😀

Hoddevik - Das Surferparadise

Von Bergen ging es nach Hoddevik. Wir erreichten durch die vielen Fähren erst spät Abends den Vorort davon, weshalb wir die Nacht im Auto verbrachten. Am nächsten Morgen ging es als erstes zum Surferparadies “Hoddevik”. Mit einem Nebelschleier vor den Augen machte den Weg dorthin deutlich schwieriger. Wir hielten am nähe gelegenden Parkplatz, um den Surfern ein wenig zuzuschauen.

Klicken Sie auf den unteren Button, um den Inhalt von snazzymaps.com zu laden.

Inhalt laden

PHA+PGlmcmFtZSBzcmM9Imh0dHBzOi8vc25henp5bWFwcy5jb20vZW1iZWQvMjcwNTgwIiB3aWR0aD0iMTAwJSIgaGVpZ2h0PSI2MDBweCIgc3R5bGU9ImJvcmRlcjpub25lOyI+PC9pZnJhbWU+PC9wPg==

Nach kurzer Zeit ging es für uns aber schon direkt weiter nach Kristiansund, wo ich für uns eine Unterkunft auf einem Bauernhof reserviert hat. Ganze 6 Stunden fahrt bis dahin und die Sicht hatte sich nicht verbessert. Gegen Abend mussten wir erstmal die Unterkunft bei Surnadal suchen. Da die Unterkunft an einem Abhang ist, konnte man nicht direkt die richtige Einfahrt finden. Ich rief den Besitzer an und wir kommunizierten auf deutsch/englisch. Nach einigen Minuten fand ich dann die Unterkunft, fuhr aber genau die falsche Einfahrt runter und durch den rutschigen Unterkunft erstmal festgefahren.
Vorwärts hatte ich noch knapp 10 Zentimeter Platz gehabt und wir standen in der Schräge.

Was Cindy in solchen Augenblicken gut kann, ist gern man quietschend nach Aufmerksamkeit wimmern. Ich machte mir einen Überblick über die Lage und sah nur eine Möglichkeit, dass ich über ein Stück Wiese runter fahre. Ich stieg ein und fuhr langsam die Wiese runter und fuhr am Besitzer Haus vorbei, um dann festzustellen, dass da eine große Einfahrt von der Straße aus gibt.

Klicken Sie auf den unteren Button, um den Inhalt von snazzymaps.com zu laden.

Inhalt laden

PHA+PGlmcmFtZSBzcmM9Imh0dHBzOi8vc25henp5bWFwcy5jb20vZW1iZWQvMjcwNTg2IiB3aWR0aD0iMTAwJSIgaGVpZ2h0PSI2MDBweCIgc3R5bGU9ImJvcmRlcjpub25lOyI+PC9pZnJhbWU+PC9wPg==

Der Besitzer war nicht zu Hause, weshalb er mir den Schlüssel im geöffneten Haus im Badezimmer versteckte. Cindy erstmal abgeschnallt, damit die sich bei Dunkelheit die Gegend auskundschaften und ich den Wagen in Ruhe entladen konnte. 

Nach dem Abendessen hielten wir uns nur noch in der Unterkunft auf, weil eh das Wetter noch bescheiden war.

Schon am nächsten Tag kam gegen Vormittag der Besitzer vorbei und erklärte uns alles und ich fragte ihn, was im Gebäude vor mir sei, weil da gestern Abend ein Auto stand. Er sagte mir, dass ein Nachbar da nur sein Auto auflädt und das es ein Bootshaus sei.

Martinus ist sein Name

Er bot uns an, auch das Paddelboot zu nutzen, was ich dankend annahm. Zu diesem Zeitpunkt war wieder Flut und man konnte regelrecht zuschauen, wie das Wasser wieder stieg. Auch schon länger nicht mehr Ebbe und Flut gesehen. Die Unterkunft war wieder direkt am Fjord, der im Meer endete.

Nach kurzer Zeit erlaubte Cindy dem Besitzer, sie zu streicheln und schon danach folgt Cindy ihm durch das Grundstück, weshalb ich mich erstmal um das Umsortieren im Auto konzentrieren konnte. Nach einer halben Stunde kam der Besitzer namens Martinus mit Cindy zurück und er wir kamen ins Gespräch. Er erzählte mir auf deutsch/englisch, dass er einige Jahre in München für die Telekom gearbeitet und auch mal Köln besucht hatte. Zufälle gibt es, obwohl ich damit nicht gerechnet hätte, dass er ausgerechnet auch mal in Köln zu Besuch war. Nach einigen Jahren ist er dann aber nach Norwegen mit seiner Frau gezogen.

Ich fragte ihn, ob es hier interessante Wanderungen in der Nähe gäbe und er zeigte mir einige. Er empfiehl mir, mal im Sommer nach Trollheimen zu fahren und da durch die Berge zu wandern. Im Winter konnte er das aber nicht empfehlen, weil man drei Tage unterwegs sei. Deswegen machten wir uns auf dem benachbarten Berg auf. Leider fanden wir nicht wirklich den Start von der Wanderung, weil diese nicht ausgeschildert war. Wir gingen einfach immer weiter und nach knapp 2 Kilometern merkte ich, dass Cindy öfters stehen blieb, um unter ihrer Pfote etwas rauszupuhlen. Ich schaute mir die Pfote an und konnte ausser eine kleine Wunde nichts sehen. Es blutete ein bisschen, aber ich hatte versehentlich die Verbandstasche nicht eingepackt gehabt, weshalb wir uns auf den Rückweg machten.

Damit die Wunde nicht größer wurde, trug ich sie des öfteren einige hunderte Meter und setze sie ab, wo viel Wiese zum laufen sei.

Bei der Unterkunft angekommen holte ich den Verbandskasten aus dem Auto und setze einen kleinen Verband um die Pfote. Aber Cindy gefällt sowas nicht, weshalb ich nach kurzer Zeit den “verlorenen” Verband auf dem Grundstück einsammeln durfte. Aber puh, es blutete nicht mehr. 

Durch die geringen Temperaturen machten wir uns am nächsten Tag zum nahe liegenden Shopping-Center, um mir dort Thermounterwäsche zu holen.

Schon am nächsten Morgen verabschiedeten wir uns vom Martinus und machten uns auf nach Inderøy. 

Klicken Sie auf den unteren Button, um den Inhalt von snazzymaps.com zu laden.

Inhalt laden

PHA+PGlmcmFtZSBzdHlsZT0iYm9yZGVyOiBub25lOyIgc3JjPSJodHRwczovL3NuYXp6eW1hcHMuY29tL2VtYmVkLzI3MDU4OCIgd2lkdGg9IjEwMCUiIGhlaWdodD0iNjAwcHgiPjwvaWZyYW1lPjwvcD4=

Abends angekommen befand sich in der nächsten Unterkunft ein Begrüßungsgeschenk für Cindy. Ich fragte Cindy, ob sie mit mir teilen würde, aber mit ihren Kulleraugen verneinte sie es und Hundeleckerlie schmecken eh nicht so geil. Der nächste Morgen brach an und wir trafen die Besitzern bei ihrem morgendlich Spaziergang mit ihrem Hund. Ihr fiel auch direkt auf, dass Cindy nicht mit der verletzten Pfote in den Schnee richtig auftreten will. Achja, es hat zum ersten mal hier richtig geschneit 😀 Richtig ungewohnt sowas mal wieder zu sehen.

Sie ging kurz in ihr Haus und brachte eine Zink-Salbe mit zwei abgeschnittenen Strumpfhose. Ich erzählte ihr, dass es höchstwahrscheinlich ein spitzer Stein oder Stück Holz die Wunde verursacht hatte und ich fragte sie, wo das nächste Tiergeschäft sei, um für die Cindy Socken zu holen. 

Nach kurzer Wegbeschreibung fuhren wir direkt dahin und ich holte paar Dosen Hundefutter und die Socken. Die hatten nur noch rote Socken gehabt, aber diese konnte man mit Klettverschluss festbinden. Also ging ich noch in den nahe liegenden H&M, um für mich einen weiteren Pullover und für Cindy coole Babysocken zu besorgen.

In der Unterkunft legte ich beides an und lies Cindy draußen rumlaufen. Sie kam natürlich wieder ohne die Socken zurück und ich musste die Socken suchen.

Aber schon am nächsten Tag konnte Cindy wieder normal auftreten, weshalb ich den nächsten Tierarzt nicht aufsuchen musste.

Von Inderøy fuhren wir weiter zum Nationalpark bei Mo i Rana, wo sich die nächste Unterkunft befand. Diese lag auf einem fast leeren Campingplatz und war eine kleine Hütte.

Klicken Sie auf den unteren Button, um den Inhalt von snazzymaps.com zu laden.

Inhalt laden

PHA+PGlmcmFtZSBzcmM9Imh0dHBzOi8vc25henp5bWFwcy5jb20vZW1iZWQvMjcwNTkwIiB3aWR0aD0iMTAwJSIgaGVpZ2h0PSI2MDBweCIgc3R5bGU9ImJvcmRlcjpub25lOyI+PC9pZnJhbWU+PC9wPg==

Diese Unterkunft hatte ich aber mal für drei Nächte gebucht. Die Schneemenge wurde deutlich mehr und die Temperaturen gingen rapide unter Null.

Auf dem Sofa informierte ich mich über die aktuelle Lage bezüglich Polarlichter. Ich fand die App “Polarlicht-Vorhersage”, die alles wichtige anzeigt. Sehr zu empfehlen diese App, falls man im Polarkreis ist und mal die Polarlichter sehen will. Diese warnt einen vor, wenn die Wahrscheinlichkeit hoch ist, die Polarlichter zu sehen. Nach kurzer Zeit schlug die App schon an und ich ging nach draußen. Und ja, ich habe zum ersten Mal die Polarlichter gesehen 🙂

Ich genoss mit Cindy den Augenblick, weshalb ich vergessen hatte, die Kamera richtig zu platzieren. Deshalb entschuldigt mir für das nicht so schöne Foto. Hoffentlich hab ich nochmal die Chance, die Polarlichter richtig abzufotografieren.

Nächster Tag, nächste Fahrt. Ich hatte einen Insidertipp auf einem Blog gelesen, dass man sich mal Marmorslottet anschauen sollte. Aber der Insidertipp war wohl ein Sommertipp gewesen, weil der Weg über vereiste Wege und rutschige Steine ging. Knapp 20 Meter vor den Fluss ging es zu steil runter, wodurch wir uns nicht nähern konnten. Also packte ich die Drohne aus und flog dorthin. Zum Glück waren bislang keine weiteren Personen in der Nähe, die die Geräuschkulisse verunstalten konnten. Auf dem Rückweg kamen dann die ersten Personen entgegen und nach einem Plausch trennten sich unsere Wege.

Die Tage vergingen wie im Flug und schon war es Sonntag morgen. Ich packte alles ins Auto und der Weg führte ständig auf der E6 nach Narvik.

Klicken Sie auf den unteren Button, um den Inhalt von snazzymaps.com zu laden.

Inhalt laden

PHA+PGlmcmFtZSBzcmM9Imh0dHBzOi8vc25henp5bWFwcy5jb20vZW1iZWQvMjcwNTkzIiB3aWR0aD0iMTAwJSIgaGVpZ2h0PSI2MDBweCIgc3R5bGU9ImJvcmRlcjpub25lOyI+PC9pZnJhbWU+PC9wPg==

Wie immer kamen wir Abends bei der Unterkunft an und uns begrüßte Rosa von ihrem Balkon. Ich suchte gewollt eine Unterkunft bei Narvik, weil von hier aus relativ schnell zu den Lofoten, Tromso und Senja ging. Ich bin langsam dran gewohnt, einfach 6-8 Stunden am Stück am Steuer zu sitzen, weil hier die Landschaft einfach schön ist. Keine Autos hinter dir, die drängeln oder einen anhupen, wenn man etwas langsamer fährt.
Die Unterkunft grenzt auch wieder an einem Fjord, damit ich jeden morgen mit einer schöner Aussicht genießen kann.

Am selben Abend plante ich schon mal die nächsten Touren für die kommenden Tage.

Klicken Sie auf den unteren Button, um den Inhalt von snazzymaps.com zu laden.

Inhalt laden

PHA+PGlmcmFtZSBzdHlsZT0iYm9yZGVyOiBub25lOyIgc3JjPSJodHRwczovL3NuYXp6eW1hcHMuY29tL2VtYmVkLzI3MDY4NyIgd2lkdGg9IjEwMCUiIGhlaWdodD0iNjAwcHgiPjwvaWZyYW1lPjwvcD4=

Die Wanderung zum Segla

Die erste Tour startete auf der Insel Senja. Um 10 Uhr stiegen wir in den Wagen, um nach einer dreistündigen Fahrt die Insel zu erreichen. Wir trafen am vorgesehenen Parkplatz ein und ich packte meinen großen Rucksack mit allen wichtigen Sachen. Wir gingen zum Wanderschild, um mir die Lage und Wegbeschreibung abzufotografieren. Cindy rannte schon einmal den anfangs befestigten Wanderweg vor und nach den ersten Hindernissen merkte ich, dass ich mein Tablet für die Drohne im Auto vergessen hatte. Mist aber auch, weshalb wir uns kurz auf den Rückweg machten. Unten beim Auto angekommen kam uns ein größerer Hund entgegen und Cindy sprang direkt ins Auto. Die Besitzerin kam prompt dazu und ich merkte gleich, dass diese aus Deutschland kommt.

Wir unterhielten uns kurz und danach machten wir uns erneut auf den Hinweg. Obwohl der Weg eigentlich für eine Stunde hinweg ausgelegt war, waren wir wegen den rutschigen Untergrund fast zwei Stunden unterwegs. Oben am Bergrand angekommen, war ein weitere Wegbeschreibung zum Segla, der noch ca. 800 Meter entfernt sei. Ich schaute mir die Umgebung an und sah, dass langsam die Sonne hinter den Bergen verschwand, weshalb uns nur noch übrig blieb, den Rückweg anzutreten.